Hier finden Sie Informationen zu den Entspannungskursen und zu den Stressbewältigungskursen, »» wie sie wirken und »» warum die Fähigkeit sich zu entspannen für Gesundheit und Leistungskraft so wichtig ist, »» was Entspannung bewirken kann, Wichtiges über die »» Vorteile von Entspannungstechniken und Informationen zu »» Indikationen und »» Kontraindikationen.

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Warum Entspannung so wichtig ist

So sehr es einerseits wichtig ist, gefordert zu werden, um sich zu entwickeln, so schädlich ist andererseits eine chronische Überforderung.

Erholung ist der wichtige Gegenspieler zur Belastung. Erholung hat die Funktion, unserer Batterien wieder aufzuladen. Findet dies nicht statt, kommt es erst zu Erschöpfung, später zu chronischen und organischen Schäden. Unbewältigter Stress, Druck und Belastung sind die Ursachen für viele psychosomatische Erkrankungen und seelische Probleme.

Stress wird häufig erst erkannt, wenn sich bereits körperliche oder seelische Symptome bemerkbar machen.

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Das Hauptmerkmal von Stress ist, dass man nicht mehr uneingeschränkt handeln kann, sondern zumindest mehr und mehr von äußeren Einflüssen und unkontrollierbaren inneren Prozessen bestimmt wird. Mit negativen Auswirkungen auf das Schlaf- und das Erholungsverhalten. Ein Teufelskreis wird in Gang gesetzt.

Stress löst eine Kaskade selbstständig ablaufender Vorgänge im Körper aus. Dies ist ein Teil unseres evolutionären Erbes. Die Stresshormone werden aus sehr alten Hirnregionen ausgeschüttet, die unsere Vorfahren in grauen Vorzeiten erworben haben, in denen das Überleben von körperlicher Stärke und der Fähigkeit, blitzschnell zu reagieren oder zu flüchten anhing.

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Durch die körperliche Bewegung konnten unsere Vorfahren die Stresshormone wieder abbauen. Man sieht dies auch bei Tieren, die nach Bedrohungen über unwillkürliche Muskelzuckungen den Stress und überhöhten Muskeltonus aus dem Organismus wieder ausleiten. Unser Nervensystem reagiert auch heute noch auf Belastungenmit dergleichen Stresshormonkaskade.

Um dies besser zu verstehen, ist es hilfreich, einen Blick auf das unwillkürliche Nervensystem zu werfen.

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Man hat schnell Stress, aber wird ihn so schnell nicht wieder los.

Vegetatives Nervensystem

Das unwillkürliche, auch vegetatives Nervensystem genannt, regelt all die grundlegenden Lebensfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Energiebereitstellung (Muskeltonus).

Es beruht auf zwei Gegenspielern, dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Gerät deren Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, wird das Gehirn teilweise blockiert, die Haut und die Verdauungsorgane schlechter durchblutet, die Abwehrkräfte herabgesetzt.

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Das sympathische System ist ein Notfallsystem das den Körper in Alarmbereitschaft versetzt:

  • schnellere Atmung
  • beschleunigte Herzfrequenz
  • Verengung der Blutgefässe
  • Blutdruckanstieg
  • Unterbrechung der Verdauung
  • Ausschüttung von Stresshormonen
  • Umverteilung des Blutes aus den inneren Organen in die Muskeln
  • Anregung des endokrinen Systems

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Das parasympathische System bildet den Gegenpart zum Sympathikus und reguliert nach einer Stressreaktion den Körper wieder „runter“ und füllt die Energiereserven auf, die der Sympathikus verbraucht.

Ist der Parasympathikus durch zu viele Stresshormone blockiert, kommt es erst zu einer dauernden Alarmbereitschaft mit eingeschränktem Aufnahmevermögen, Unausgeglichenheit, Gereiztheit, erhöhter Unfallgefahr und Erschöpfung. Später dann zu den bekannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislaufschäden, Bluthochdruck, Übergewicht und Suchtverhalten. Neueste Ergebnisse zeigen sogar, dass chronischer Stress die Gefahr erhöht, an Alzheimer-Demenz zu erkranken.

Über den gezielten Einsatz von Atemrhythmus und Aufmerksamkeitslenkung nehmen Entspannungsverfahren Einfluss auf diese evolutionär alten Hirnregionen und reaktivieren das parasympathische System.

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Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens
und nicht allein das Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen. (Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO)

Was Entspannung bewirken kann

Entspannung bedeutet für viele Menschen heute nur den übermäßigen Konsum von Süßigkeiten, Alkohol, Zigaretten oder anderen Suchtmitteln. Diese wirken jedoch nicht körperlichen Stresssymptomen entgegen, sondern verstärken sie, manchmal bis hin zur Abhängigkeit.

Wirkliche Entspannung jedoch ist erlernbar und lässt einen besser fühlen, klarer denken und mehr können und verursacht keine körperliche Schäden. Im Gegenteil, Sie fühlen sich in Ihrer Haut wohl und erfreuen sich nachweislich besserer Gesundheit.

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Vorteile von Entspannungstechniken

  • Wenn Sie sie einmal beherrschen, können Sie sie jederzeit einsetzen.
  • Durch häufiges Anwenden verselbständigen sie sich, Sie brauchen nicht mehr darüber nachzudenken.
  • Sie kommen innerlich zur Ruhe. Ihre Lebensuhr läuft langsamer und damit länger.
  • Ihre Sinne werden geschärft: Sie kriegen viel mehr mit!
  • Sie können sofort und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren.
  • Ihr Innenleben beginnt sich mehr und mehr zu ordnen. Das Außenleben zieht nach.
  • Sie können sich besser konzentrieren.
  • Ihnen fallen Lösungswege bei Problemen viel leichter zu. Auch kreativere. (Die größten Erfindungen unseres Jahrhundertes geschahen mehrheitlich in einem entspannten Wachzustand oder Schlaf/Alpha-Zustand!)
  • keine gesundheitlichen Risiken oder Nebenwirkungen
  • rezeptfrei und kostensparend

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Die Entspannungsverfahren der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson und des Autogenen Trainings zählen zu den am meisten und am besten untersuchten Verfahren. Die Wirkungen und positiven Effekte bei Kranken und Gesunden sind in Hunderten von wissenschaftlichen Arbeiten und klinisch kontrollierte Studien erforscht und nachgewiesen worden.

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Hier finden Sie weitere Informationen zu den Indikationen und Kontraindikationen:

ausführliche Indikationsliste der Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

    • A llergien
    • Angina pectoris
    • Angstzuständen
    • Asthma bronchiale
    • Atmungsbeschwerden
    • B eschwerden im Bauchraum
    • Bettnässen
    • Blasenentzündung
    • Bluthochdruck
    • c hronische Schmerzen
    • chronischer Schnupfen
    • D armbeschwerden
    • Diabetes mellitus
    • Drogensucht
    • Durchblutungsstörungen
    • E kzeme
    • Erkrankungen der Bewegungsorgane
    • Erschöpfung und psychosomatische Symptome
    • Esssucht
    • G allensteine
    • Geburtsvorbereitung (Schmerz- und Angstminderung)

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    • H arnverhaltung
    • Hauterkrankungen
    • Herz- /Kreislaufbeschwerden
    • Hitzewallungen
    • hoher Blutdruck
    • hormonelle Störungen
    • Hyperaktivität
    • Hypertonie
    • Hyperventilation
    • i nnere Unruhe
    • k alte Hände und Füße
    • Konzentrationsstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Kurzatmigkeit
    • L ähmungen
    • Lampenfieber
    • Leistungsdruck
    • Leistungssteigerung

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    • M agengeschwür
    • Magendruck
    • Magenschmerzen
    • Medikamentensucht
    • Menstruationsbeschwerden
    • Migräne
    • Muskelverspannungen
    • nervöse Störungen
    • Nervosität
    • neurologische Erkrankungen
    • O hrgeräusche
    • P anikattacken
    • Prüfungsängste
    • psychische Krankheitsbilder
    • R ehabilitation
    • Reizblase
    • Rekonvaleszenz
    • Rheuma
    • Rückenschmerzen

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    • S childdrüsenerkrankungen
    • Schlafstörungen
    • Schmerzbehandlung
    • Schulter-Arm-Syndrom
    • Schweißausbrüche
    • Selbstzweifel
    • Spannungskopfschmerz
    • Spasmen (Verkrampfungen)
    • Störungen der Harnblase
    • Störungen der Sexualität
    • Stressbewältigung
    • Sucht
    • T ics

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    • Ü berforderung
    • Überlastung
    • Unsicherheit
    • Unterstützung bei der Raucher-Entwöhnung
    • V erdauungsstörungen
    • Verspannungen
    • Völlegefühl
    • Vorbeugung gegen Herzinfarkt
    • Wechseljahrsbeschwerden
    • Wetterfühligkeit
    • Z ähneknirschen
    • Zwölffingerdarmgeschwür

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Kontraindikationen für PMR und AT

  • schwere Angstzustände, schwere Depressionen, Wahnvorstellungen: Hier führt die Aufmerksamkeitslenkung nach innen eher zu einer Verstärkung des inneren Rückzugs und damit zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes.
  • Wie bei der Hypnose auch, sollten Epileptiker nicht an diesen Therapien teilnehmen, es sei denn, ein in der Behandlung von Epilepsie erfahrener Psychologe oder Psychiater bestimmt genau den Therapieverlauf und erklärt ausdrücklich seine Zustimmung.
  • Akute Erkrankungen: Hier ist eine Einzelbehandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker indiziert.

Unerwünschte Nebenwirkungen sind ansonsten selten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu »» Indikationen.

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Was brauchen Sie für den Kurs?

Vorkenntnisse sind für die Kurse sind erforderlich! Sie benötigen kein Rezept und keine Überweisung.
Alles, was Sie brauchen, ist Interesse und Neugier, es auszuprobieren. Sie werden selbst feststellen, was eine Teilnahme bewirkt und was sich dadurch in Ihrem Alltag ändern kann!

Für die Entspannungskurse brauchen nichts weiter mitzubringen. Bequeme Alltagskleidung, so dass Sie sich im Liegen wohlfühlen, ist ausreichend.
Für die Stressbewältigungskurse ist Schreibzeug hilfreich.
Zu allen Kursen erhalten Sie ein Skript.

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Kostenerstattung

Wenn Sie mindestens 80 % der Kurstermine besucht haben, erstattet Ihnen die Krankenkasse zwischen 70 und 80 %. Manche Kasten übernehmen auch den vollständigen Betrag. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse!

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